Polizei Niedersachsen erhält neue Tablets und Smartphones

Sicher & mobil im Einsatz kommunizieren


Sichere mobile Kommunikation  

Als eines der ersten Bundesländer in Deutschland hat Niedersachsen bereits 2015 die Weichen dafür gestellt, dass auch die Polizei in starkem Maße von der Ausstattung mit mobilen Endgeräten profitieren kann. Was vor Jahren im Rahmen der Digitalisierung als kleines Pilotprojekt begann, stellt sich heute als eines der bislang größten IT-Projekte der vergangenen Jahre dar: die zunehmend auch mobile Nutzung von polizeilichen IT-Anwendungen sowohl im Alltag als auch im Einsatz.


Im Zuge eines aktuellen Generations- und damit verbundenen Technologiewechsels, verbunden mit einem Projektvolumen von rund 3,7 Millionen Euro, erhielten die Polizeidienststellen des Landes Anfang 2022 nicht nur eine Vielzahl neuer Geräte: „Im Kern geht es zunächst darum, alte gegen neue Hardware der neuesten Generation des von uns gewählten Herstellers auszutauschen. Darüber hinaus verdreifachen wir die Anzahl der verfügbaren Geräte auf über 3.000 – verbunden mit einem spürbaren Plus an nutzbaren Anwendungen (Apps). Dabei setzen wir auch neue Maßstäbe, was die Sicherheit und Handhabbarkeit angeht“, sagt die Polizeipräsidentin der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD), Christiana Berg.


Die Einsatzmöglichkeiten sowohl der Smartphones als auch Tablet-PC haben sich in den vergangenen Jahren rasant erweitert: „Die Vorteile spüren wir beispielsweise im Streifendienst und bei der Tatortaufnahme, aber auch bei der Fahndung: Digitale Möglichkeiten machen unsere Arbeit schlicht schneller. Darüber freuen sich auch betroffene Bürgerinnen und Bürger“, so die Präsidentin weiter. In ihrer Behörde liegt die Verantwortung sowohl für die technischen Entwicklungen als auch deren praxistaugliche Umsetzung. Die Fachleute in der Abteilung „Informations- und Kommunikationstechnologie“ haben dabei auch immer den so wichtigen Datenschutz und die Netzwerksicherheit im Blick.


Um bereits heute erfolgreich die Weichen für eine noch mehr von Digitalisierung geprägte Zukunft zu stellen, arbeitet das Projektteam um Stefan Schmidt bereits an weiteren Innovationen für die Polizei: „Wir wollen technologisch auf dem neusten Stand bleiben und gleichzeitig möglichst viele Anregungen aus der Praxis auf unseren mobilen Plattformen integrieren. Deswegen tüfteln wir schon jetzt mit Hochdruck an weiteren Lösungen, die den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis weiterhelfen“, beschreibt der IT-Experte seinen Auftrag.


Besonders im Fokus der Entwicklerinnen und Entwickler: ein weiteres Plus an Funktionen und Bedienkomfort. Einen besonderen Mehrwert verspricht schon jetzt eine sogenannte Dokumentenprüf-App. Sie verhilft in einer Kontrollsituation den Nutzenden schnell Klarheit darüber, ob ein in- oder ausländisches Ausweisdokument echt, ver- oder gefälscht sein könnte. Das geschieht mit Hilfe von technischen Verfahren, die sowohl maschinenlesbare Zonen (MRZ) als auch visuelle Inspektionszonen (VIZ) im Rahmen der Texterkennung einlesen sowie auch integrierte NFC-Chips in einem Personalausweis auslesen und miteinander abgleichen können. Auch zu diesem Verfahren liegen die Vorteile auf der Hand: „Ergebnisse nahezu in Echtzeit und kaum Wartezeiten für Betroffene“, betont Stefan Schmidt.


Übrigens: Die Verschlüsselung der mobil nutzbaren Daten erfolgt im sogenannten Ende-zu-Ende-Verfahren. Es kann also niemand mitlesen, außer diejenigen, die Daten senden oder empfangen. Und im Fall eines Verlustes oder Diebstahls eines Gerätes ist es vollständig verschlüsselt und kann zur Vermeidung einer unbefugten Nutzung sofort gesperrt werden.

Sichere mobile Kommunikation  
Kontakt

Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen
Tannenbergallee 11
30163 Hannover
Telefon: 0511 9695-0

Artikel-Informationen

erstellt am:
01.02.2022

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