Dramatische Herausforderung

Polizei Niedersachsen unterstützt in den Katastrophengebieten


Seit Tagen erreichen uns dramatische Nachrichten und damit verbunden verstörende Bilder aus den Katastrophengebieten im Westen und Südwesten. Sintflutartige Regenfälle haben Ende der vergangenen Woche selbst kleinste Bäche in reißende Fluten verwandelt, vielerorts die Menschen überrascht und in zahlreichen Fällen binnen weniger Minuten um ihr Hab und Gut, teils sogar um ihre Bleibe gebracht. Die mitunter meterhohen Flutwellen hinterlassen in den betroffenen Regionen Verwüstungen unvorstellbaren Ausmaßes. Menschen, Autos, Häuser und sogar ganze Straßenzüge wurden von den Wassermassen mitgerissen. Vor Ort trauern die Menschen über weit mehr als 100 Tote, mehrere Hundert werden selbst nach Tagen immer noch vermisst. Vielerorts ist die Infrastruktur inklusive der Strom- und Wasserversorgung komplett zusammengebrochen.

„Diese Hochwasserlage ist eine dramatische Herausforderung für alle Betroffenen. Dass so viele Tote zu beklagen sind und noch immer zahlreiche Menschen vermisst werden, ist eine Tragödie. Es ist gut, dass wir in dieser akuten Situation am Wochenende mit rund 1.100 Kräften aus Niedersachsen die Einsätze in unserem Nachbarland unterstützen können“ sagte Innenminister Boris Pistorius.

Neben Kräften der Feuerwehr und der DLRG wurden in der letzten Woche auch Kolleginnen und Kollegen der Polizei Niedersachsen alarmiert, um in den von Hochwasser betroffenen Gebieten dort zu helfen, wo Hilfe dringend benötigt wurde und immer noch wird.

Zahlreiche Kräfte der Bereitschaftspolizeihundertschaft (BPH) waren im Bereich Euskirchen eingesetzt. Die Technische Gruppe der Technischen Einsatzeinheit (TEE) versorgte den Einsatzraum in Bad Münstereifel mit Lichtmodulen und vier Schlauchbooten auf dem Wasser.

Am 17. Juli 2021 wurden weitere Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei nachalarmiert und begaben sich in das Katastrophengebiet im Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz), um dort tatkräftig mit anzupacken sowie insbesondere nach vermissten Personen zu suchen. Weitere Aufgaben waren: den Verkehr lenken und immer wieder: „Anpacken, helfen, Unrat schleppen und Schlamm schieben.

Auch unsere Kolleginnen und Kollegen der Hubschrauberstaffel sind mit einer Einsatzmaschine zur Unterstützung in das Krisengebiet geflogen. Da vielerorts auch das gerade jetzt so dringend benötigte Funknetz zusammengebrochen ist, sorgen die Spezialistinnen und Spezialisten der ZPD mit dem Aufbau von mobilen Basisstationen für die Aufrechterhaltung der Kommunikation.

Einsatzkraefte Flutkatastrophe  
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Flutkatastrophe Bildrechte: Polizei Niedersachsen
Kontakt

Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen
Tannenbergallee 11
30163 Hannover
Telefon: 0511 9695-0

Artikel-Informationen

erstellt am:
22.07.2021

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